Autor: Barbara Resch

Staudenbeet – klassischer englischer Gestaltungsstil

Diese klassisch, englische Staudenrabatte finden wir in den Waterperry Gardens, die im frühen 20. Jahrhundert von Beatrix Havergal angelegt wurden. Sie betrieb als engagierte Gärtnerin und Gestalterin eine Gartenschule für „Ladies“ . Das überbordende Staudenbeet,  Ziegelmauer mit Kletterpflanzen im Hintergrund, verlangt nach Platz und Tiefe. Finden wir diese Gegebenheiten, können wir diese Gestaltung als Vorbild für unsere Gärten, ob historisch oder modern, verwenden.

Stauden und Gräser pflanzen

Hier entsteht ein grüner Pflanzenteppich aus niedrigen Gräsern und Stauden. Diese wachsen dicht zusammen und lassen den Beikräutern, „Unkräutern“ bald keine Überlebenschance mehr. Das Purpurglöckchen, Heuchera, bildet den Rahmen, passend zum Farbton der Ziegelmauer. Für diesen schattigen Bereich des Renaissancegartens habe ich die Japangoldsegge, Carex morowii „Aureovariegata“, die Haselwurz, „Asarum caudatum“, die Lilientraube „Liriope muscari“ sowie die Christrose verwendet. Im Herbst gesellen sich etliche Blumenzwiebeln dazu.  

Frühling – Pflanzzeit für Gehölze

  Die stattliche Magnolie und der Eisenholzbaum, Parrotia persica, sind geladen und warten auf ihre neue Heimat. Die bezaubernde Sorte der Magnolia soulangiana heißt „Machu Fan“  und wird bald ihre großen, satten Knopspen zu wunderbaren cremefarbenen Blüten öffnen. Der Eisenholzbaum ist wahrlich ein 4-Jahreszeiten-Gehölz. Er begeistert mit dunkelroten Blüten, seiner malerischen, meist mehrstämmigen Form. Die intensive Verfärbung der großen, dunkelgrünen Blätter in Orange- und Bordeauxtönen macht das Zaubernussgewächs zu den schönsten Herbstfärbern. Der Eisenholzbaum zählt zu den Klimagehölzen. Kletterhortensien, Hydrangea petiolaris, als schlanke Säulen gezogen, habe ich für den absonnigen Bereich des Gartens geplant.