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Staudenbeet – klassischer englischer Gestaltungsstil

Diese klassisch, englische Staudenrabatte finden wir in den Waterperry Gardens, die im frühen 20. Jahrhundert von Beatrix Havergal angelegt wurden. Sie betrieb als engagierte Gärtnerin und Gestalterin eine Gartenschule für „Ladies“ . Das überbordende Staudenbeet,  Ziegelmauer mit Kletterpflanzen im Hintergrund, verlangt nach Platz und Tiefe. Finden wir diese Gegebenheiten, können wir diese Gestaltung als Vorbild für unsere Gärten, ob historisch oder modern, verwenden.

Stauden und Gräser pflanzen

Hier entsteht ein grüner Pflanzenteppich aus niedrigen Gräsern und Stauden. Diese wachsen dicht zusammen und lassen den Beikräutern, „Unkräutern“ bald keine Überlebenschance mehr. Das Purpurglöckchen, Heuchera, bildet den Rahmen, passend zum Farbton der Ziegelmauer. Für diesen schattigen Bereich des Renaissancegartens habe ich die Japangoldsegge, Carex morowii „Aureovariegata“, die Haselwurz, „Asarum caudatum“, die Lilientraube „Liriope muscari“ sowie die Christrose verwendet. Im Herbst gesellen sich etliche Blumenzwiebeln dazu.  

Märzenbecher oder Frühlings-Knotenblume

Zeitgleich blühen sie schon ab Februar mit den Schneeglöckchen, die Märzenbecher, Leucojum vernum. Oft werden sie auch mit diesen verwechselt, doch ist die Frühlings-Knotenblume größer und kräftiger und zeichnet sich durch ihr weites, weißes Blütenröckchen mit den frisch- grünen zipfeligen Spitzen aus. Diese heimische und geschützte charmante Zwiebelblume wächst gerne am Gehölzrand und/oder  in Kombination mit Wildstauden, sodass sie sich ungestört vermehren kann. Im feuchten und humusreichen Boden gedeiht sie in der Sonne, aber auch noch im Halbschatten. Ein bezaubernder Eindruck im naturnahen Garten entsteht durch die Kombination von Märzenbecher, Schneeglöckchen, Winterlingen und Blausternchen. Gepflanzt werden die kleinen Blumenzwiebeln im zeitigen Herbst.