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Wabi-Sabi in der Gartengestaltung

Die Schönheit des Unperfekten Die alte japanische Philosophie des Wabi-Sabi besagt, dass die Magie der Schönheit nicht in perfekter Makellosigkeit, sondern im Unperfekten, Vergänglichen zu finden ist. Nach dem ästhetischen Prinzip des Wabi-Sabi drückt sich Schönheit in der Gartengestaltung durch Schlichtheit und Natürlichkeit aus. Verwitterungsprozesse sind erlaubt, sogar erwünscht, denn  natürliche Materialien, wie Holz und Stein, erlangen erst mit den Jahren eine ganz besondere Schönheit, Patina. Flechten und Moose, sich selbst aussäende Pflanzen, Wasserstellen für die Fauna verbinden den Garten mit der Landschaft. Bizarre Gehölze, wie sie in der Natur vorkommen, Samenkapseln im Herbst, üppig wachsende Kletterpflanzen prägen das Gartenbild. Formgehölze sind tabu, zudem sind sie arbeitsintensiv. Das Individuelle, wie die Handwerkskunst wird hoch geschätzt. Industriell Vorgefertigtes nach Maß findet man im Wabi-Sabi Garten nicht. Ein Wabi-Sabi Garten braucht mehr als jeder andere dennoch sehr viel Empathie, Aufmerksamkeit und Geduld. Denn erst mit den Jahren entwickelt er seine volle Schönheit.  

Blumenzwiebeln für den Frühling

Frühjahrsblüher sind für mich unentbehrlich und gehören im Herbst in die Erde. Als erste  Frühlingsboten beleben sie jede noch ruhende Staudenrabatte, zieren den Gehölzrand, erobern Rasen und Wiesen und schmücken Töpfe auf Balkon und Dachterrasse. Wie bei allen Pflanzen trägt auch bei den Blumenzwiebeln der richtige Standort zum Blüherfolg bei. So lieben Tulpen und Hyazinthen einen gut drainierten Boden und viel Licht. Narzissen und Schneeglöckchen mögen es lieber feucht und tolerieren zuweil auch ein schattigeres Plätzchen. Tipps zur Gestaltung mit Blumenzwiebeln:  Weiß blühende Frühlingsblüher erleuchten dunkle Gartenpartien, besonders wenn im Frühling die Sonne noch tief steht. Spät blühende Tulpen pflanze ich in Töpfe, im Beet ist  dann die „Konkurrenz“ oft schon zu groß. Kleine Gärten sollten nicht überfrachtet werden, ein Farbthema wirkt sehr harmonisch. Zierlauch, Allium, bereichert den Gräsergarten, auch nach der Blüte.        

Crocus tommasinianus - Elfen-Krokus

Gartengestaltung 2018 – Neue Trends

Viele meiner Bauherren wählen einen Gartenstil, der ihrem Lebensstil entspricht. Für sie ist ein Garten modern, naturnah und ein Ort der Erholung und Entspannung. Perfektion steht an zweiter Stelle. Materialien und Pflanzen werden sorgfältig ausgewählt und entsprechen den Gesetzen der Nachhaltigkeit und Ökologie. In großen Gärten sind wiesenartige Bepflanzungen aus Gräsern und Wildstauden sehr im Trend, dabei pflegearm und ein Magnet für die Tierwelt. Zu allen vier Jahreszeiten, auch im Winter, bietet der Garten besondere Ereignisse. Das Ernten von eigenem Obst und Gemüse macht Freude und trägt zur gesunden Ernährung bei. Im jungen Garten 2018 sind aber auch technische Details, wie Beleuchtung, Lautsprecher und W-lan ein wichtiges Thema!