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Der Duftgarten

Viele Pflanzen- und Blütenschätze im Garten beeindrucken uns nicht nur durch Ihre Farben- und Blütenpracht, sondern auch durch den herrlichen Duft, den sie verströmen. Sie machen den Garten zu einem wahren Sinneserlebnis. Zu den Duftpflanzen zählen auch Kletterpflanzen, wie die Duftwicke. Sie ist einjährig und kann ab April direkt ins Freiland gesät werden. Die Wicken klettern Zäune, Mauern und Pergolen empor. Eine Kletterpflanze mit betörender Note ist das Geißblatt, Lonicera heckrottii. Ein Schlinggehölz für Laube und Pergola. Es wächst auch gerne in große Sträucher oder robuste Bäume, hat rotgelbe Blüten und liebt ein halbschattiges Plätzchen. Wer einen großen Garten besitzt, kann auch eine Hecke aus duftenden Blütensträuchern pflanzen. Bereits im Winter öffnet der Duftschneeball, Viburnum x botnantense Dawn, seine rosafarbenen, angenehm duftenden Blüten. Ihm folgt der Flieder, den es in vielen Arten und Sorten gibt. Der Bauernjasmin, Philadelphus coronarius, besticht in der Hecke durch seinen schweren, süßen Duft. Die weißen Blüten erscheinen ab Juni. Ebenso im Sommer schmückt sich der Sommer-Hängeflieder, Buddleja alternifolia mit kaskadenartig überhängenden Blütenzweigen in lavedelblau die an Honig und Vanille erinnern. Einer der schönsten Blütensträucher …

Sichtschutz im Garten

Sichtschutz im Garten

Schon im Mittelalter war der Hortus conclusus (lat.) – ein geschlossener, eingefriedeter Nutz -oder Blumengarten- ein beliebtes Bildmotiv. So zeigt das „Paradiesgärtlein“, ein von einem unbekannten Meister um 1410 geschaffenes Gemälde, Maria inmitten von Engeln und Heiligen im Schutze eines von Mauern umfriedeten Gartens. „Der Hortus conclusus repräsentierte das irdische Paradies, außerhalb dessen Einfriedung die heillose Welt ist.“ Gestalten wir nun unsere modernen Gärten, so können wir ein Gefühl der Behaglichkeit und der Geborgenheit nur dann schaffen, wenn wir uns vor unerwünschten Einblicken, Wind und Lärm nach außen hin schützen. Bei der Planung meiner Gärten achte ich deshalb ganz besonders darauf, dass Geborgenheit im Raum durch das Gestaltungselement Sichtschutz entsteht. Dafür wähle ich zum Beispiel eine Hecke, einen Zaun, eine Pergola oder eine Mauer. Als Gestaltungselemente kommen dabei neben klassischen Materialien wie Holz, Klinker oder Stein ebenso moderne wie Stahl, Glas oder Beton zum Einsatz. Dies hängt neben dem Bedürfnis des Gartenbesitzers nach Nähe und Distanz vor allem vom Stil des zu planenden Gartens ab.

Strauchhortensie

Hortensien im Garten

Die große Gruppe der Hortensien eröffnet dem Gartengestalter viele Möglichkeiten. Hier sei die Rispenhortensie, zum Beispiel Hydrangea paniculata Grandiflora mit ihren großen cremefarbenen Blütenrispen genannt. Die üppigen weißen Blütenbälle der Strauchhortensie Annabelle schmücken Rabatten, Innenhöfe, Dachgärten und Pflanzgefäße und gedeihen sogar an sonnigen Standorten. Alle Hortensien, auch die Bauernhortensie, Hydrangea macrophylla, lieben den lichten Schatten und einen sauren, frischen und feuchten Boden. Im zeitigen Frühjahr erhalten die Rispenhortensie und auch Annabelle einen kräftigen Rückschnitt, das fördert das Blütenwachstum im Sommer. Bauernhortensie, Samthortensie und Eichenblättrige Hortensie reagieren dagegen bei einem Rückschnitt im Frühjahr mit einer Blühpause im Sommer. Diese Gruppe von Hortensien blüht am vorjährigen Holz, hier entfernt man im Frühling lediglich vorsichtig die vertrockneten Blütenstände sowie abgestorbene Triebe.