Autor: mw1972

Frühling mit Zierkirschen und Wildobst

Meist blühen sie in üppiger weißer oder rosafarbener Pracht vor den eigentlichen Obstgehölzen: die Zierformen unserer Äpfel, Kirschen, Birnen und Pflaumen. Sie sind wahre Highlights im Frühlingsgarten und viele von ihnen auch in jedem noch so winzigen grünem Gartenreich willkommen. Hier sei Malus Red Jade erwähnt, ein kleiner eindrucksvoller Zierapfel mit überhängenden Zweigen und leuchtend roten Früchten, ein Baumschmuck, der bis in den Winter hinein Freude bereitet. Die japanische Scharlachkirsche, Prunus sargentii, wird dagegen größer. Von Liebhabern wird sie zu den schönsten Zierkirschen-Arten gezählt. Sie ist ein wahrer Vier-Jahreszeiten-Baum. Dies wegen ihrer edlen Form, der lichtrosafarbenen Blütenwolke im April, des bronzefarbenen Laubaustriebes, der mahagonifarbenen, glänzend quer gestreiften Rinde und der Herbstverfärbung von Gelb bis zu einem kräftigen Scharlachrot. Besonders hinweisen möchte ich noch auf die vielen Arten der Felsenbirne, Amelanchier, mit zarter Blüte und prächtiger Herbstverfärbung, sowie die rosa blühende Blutpflaume, Prunus cerasifera Nigra mit ihren schwarzroten Blättern.

Licht im Garten rückt alles in Szene

Gestalten mit Licht im Garten

Nach Sonnenuntergang bedarf es des geschickten Einsatzes von Licht, um jegliche Architektur- also auch die Gartenarchitektur – zu inszenieren. Licht rückt besondere Elemente wie Bäume und Skulpturen auch in der Nacht in den Mittelpunkt, schafft Blickfänge, enthüllt aber auch Stolperfallen. Farbeffekte, helle Neontöne oder warmes, schmeichelndes Kerzenlicht, beeinflussen zudem unsere Stimmung. Deshalb ist das Gestalten mit Licht im Garten ein wichtiger Aspekt, der nicht nur mit technischen Mitteln bequem zu realisieren ist. Wasseranlagen wie der Teich oder der Pool lassen sich nachts mit speziellen Unterwasserleuchten ganz besonders in Szene setzen. Leuchten, die sich farblich verändern, erzeugen spektakuläre Lichteffekte, diese müssen jedoch zur Gartensituation passen.

Galanthus nivalis, das Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen

Mir den ersten warmen Sonnenstrahlen spitzen sie oft schon im Januar aus dem winterlichen Boden: Die Schneeglöckchen. Die Vorboten des Frühlings werden als kleine Zwiebeln im Herbst etwa 8-10cm tief -in kleinen Tuffs- in die lockere, humose Erde gesetzt. Alle Schneeglöckchen, auch unser heimisches, Galanthus nivalis, eignen sich gut zum Verwildern. Sie fühlen sich am Gehölzrand , aber auch in der Wiese wohl, vorausgesetzt der Standort ist nicht zu feucht. So bilden die grazilen Geophyten dichte Horste und kehren jedes Jahr in üppiger Fülle wieder. Von den anmutigen Zwiebelblumen gibt es viele Arten und unzählige Sorten. Ganz besonders sei das türkische Schneeglöckchen, Galanthus elwesii, mit seinen großen Blütenglocken erwähnt. Alle Schneeglöckchen verströmen einen zarten, feinen Duft.